Hüten

“We don´t want to change her completely 

we  just want her to mature nicely into the good sheepdog that we  know she is” 

 

Seminar mit John Jones in Marktschwaben

13.05. – 15.05. 2011

Hüten und kein Ende… Kaum zurück aus Polen, Wäsche waschen, Koffer neu packen und ab in den Freistaat ;-) …. Nein, das stimmt nicht ganz… dazwischen lagen 10 Tage, die ich genutzt habe das Erlernte zu verfestigen um beim nächsten Seminar darauf aufbauen zu können.

John Jones ist mir von Beate Behr und Jennifer Fietkau warm ans Herz gelegt worden und nachdem es Beate gelungen ist, den netten Walliser einmal aus seiner Heimat zu locken, um in der Nähe von München ein Seminar zu geben, griff ich die Gelegenheit beim Schopf und meldete uns an. Volle drei Tage. Der Seminarort war mir noch bestens in Erinnerung von meinem Alun Jones Seminar.  Die Sägmühle in Marktschwaben…. Besser gehts nicht! Genächtigt habe ich bei der Liesel Dietz am Samerberg. Besser geht auch das nicht ;-) Das schönste Bergpanorama, das man sich nur vorstellen kann.

Freitag früh dann kurze Vorstellungsrunde, d.h. die “Hüter” kennen sich ja schon, also stellte sich John uns vor, seine Arbeit und worum es ihm geht.

The most important thing, i want you to do, is: Enjoy. Enjoy yourself on the field with your dog.

Freude, das ist auch das, was John ausstrahlt, an seiner Arbeit mit den Hunden und wenn er das Gefühl hat, dies auch den Teams rübergebracht zu haben. Dann kann er so herzlich lachen, dass man unmittelbar mit einstimmen muss. Da “unsere” Flanken nun schon ganz ordentlich sitzen, arbeiteten wir an einem langsameren Walk on für einen sauberen Lift und an einem sauberen Stop. Aber auch weiter an den Flanken. Dies muss dem Hund in Fleisch und Blut übergehen.  Repitition, Repitition, Repitition, Correction, Repitition, Repitition equal success. Wiederholung Wiederholung Wiederholung, Korrektur, Wiederholung, Wiederholung = Erfolg.

Sehr lehrreich an Johns Methode ist, dass er einen  ermuntert  aktiv selber das Gesehene zu analysieren:  Wie startete der Hund, wie war die Bahn, wie das Ende der Flanke und wie sein Stop. So schult er das Auge und die eigene Kritikfähigkeit.

Als Schmankerl durften wir auch  einen Film sehen. Von ihm und einem Hund, der bei ihm in Wales zur Ausbildung war und den er über einige Wochen vom “um die Schafe Renner” zu einem Traumhund ausgebildet hat. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen und in dem er dem Hund zeigte, was er von ihm möchte.  Das war sehr spannend anzuschauen, wie der Hund sich über die Zeit entwickelte.

Lone und John hatten auch gleich einen guten Draht zueinander:  “A face full with character”, lachte er als er das Bärti sah. :D  Aber solche  Gesichter sind ihm vertraut. Alle von der Insel, bei denen ich bisher  trainiert habe, kennen bärtige Collies…  das war auch mit einer der Gründe, warum ich mich auf diese Ausbildungsschiene begeben habe. Auf keinen Fall wollte ich irgendwo in eine Schublade gesteckt und mit Vorbehalt trainiert werden, nur weil man “sowas” noch nicht gesehen hat. Nein, die Insulaner wissen, Lones Bart hindert am Hüten so wenig wie ein blaues Auge, kurze Haare oder die weiße Schwanzspitze  ;-)

Wir arbeiteten noch viel an meiner Position, und an meinem Auge für das Gesehene, das nicht immer ganz das Gleiche sah, wie das von John. Es kam doch tatsächlich vor, wenn ich Kritik an der Umlaufbahn von Lone übte,  daß er den Kopf schüttelte und verschmitzt sagte: No,  it was cream!  

So rum habe ich das ja noch nie erlebt und nun ratet mal, ob mich das freut :D :D :D

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 Seminar in Polen mit Derek Scrimgeour  

30.4.-03.05.2011

Seid ihr verrückt, so weit zu einem Seminar zu fahren?” wurden wir des öfteren gefragt. Meine Antwort vor dem Seminar: Ja, vielleicht ein bißchen. Meine Antwort nach dem Seminar: Nein, KEIN bisschen, denn jeder einzelne Kilometer war es wert, bei diesem Mann trainieren zu dürfen.

Seit 10 Jahren ist sein Buch “Modernes Bordercollie Training” immer wieder “mein” Nachschlagewerk und das Video “a sheperds pub” gern gesehene Video Lektüre. Leider fährt man ja mit Hund nicht mal so eben auf die Insel – aber ein Training bei Herrn Scrimgeour, das war etwas, das schon immer ganz oben auf meiner Wunschliste stand. Ihn jetzt auf dem Festland “besuchen” zu können…. das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.

Auch Lucy habe ich angemeldet, teils aus einem kleinen Schuldgefühl heraus, weil sie ehrlich gesagt zur Zeit ein bisschen hinter Lone zurückstecken muss, und weil ich während ihrer (Lucys) Ausbildung so “einseitig” und wenig flexibel mit meinem Ausbildungsangebot für sie war, nicht verschiedene Trainer besucht habe, sondern an einer Methode festhielt, die ihr einfach nicht gelegen hat. Mit Lone sollte mir das nicht mehr passieren. Ich bin dankbar mit der 3 tägigen Seminareinheit bei Derek Scrimgeour meinen Hüte- und Ausbildungshorizont wieder um ein Stückchen erweitert haben zu können.

Über eine Internetplatform habe ich Maja, eine sehr nette Polin kennengelernt. Lone und ihre Bonnie sind gleich alt, so ergab sich ein netter virtueller Kontakt über die Hunde , und eines Tages sah ich mich mit  ihrer Frage konfrontiert: ” We are planning a clinic with Derek Scrimgeour. Are you interested ?”  Und ob!!!!  Die Jeanny habe ich dann noch gefragt, und sie war auch schnell zu begeistern, wollte mit ihrer Floh aber nicht trainieren, sondern “nur”  am Trial teilnehmen, das den Auftakt der Scrimgeour-Clinic geben sollte, mit Derek als Richter. Floh hat Killiebrae-Blut in ihren Adern (ist also aus der Zucht von Derek Scrimgeour) so konnte Jeanny auch noch ein wenig über die Vorfahren ihres Flöhchens erfahren…. und so ganz nebenbei: die beiden gewannen den 3. Platz auf einem RIIIIIIIIESIGEN Parcours. Also auch hier hat sich die Mitreise und das “ein bißchen verrückt sein” doch unbedingt gelohnt, oder ? :D

Ich schreibe gerade an einem ausführlichen Rundi-Artikel (das ist die Vereinszeitschrift der Arbeitenden Bordercollies, für die ich seit über einem Jahr  ehrenamtlich in der Redaktion bin), deshalb möchte ich hier noch nicht vorgreifen mit unserem Erlebten. Nur so viel, da ich sonst platze  :D :  Wir sind durch dieses Seminar  einen  großen Schritt vorwärts gekommen. Und dies sowohl mit der Bohne als auch mit Lucy, bei der ich so eine Entwicklung nicht mehr für möglich gehalten hätte.  Derek ist (neben Freundlichkeit, einem perfekten britischen Humor :D :D  und Geduld) mit einer Genialität gesegnet zu unterrichten und sein Training in ganz klare Worte zu fassen. Ich finde, das hat er auch in seinem Buch und seinen Filmen schon bewiesen. Geduld und Ruhe ist ihm auch wichtig anderen zu vermitteln und er gibt dabei unumwunden zu, selber damit nicht von Natur aus gesegnet zu sein sondern, dass er sich dies hart erarbeiten musste. Wenn er merkt, seine Ruhe verläßt ihn, hält er einen Moment inne und tritt einen sprichwörtlichen inneren Schritt zurück um dann wieder vorzutreten und konzentriert und ruhig weiterzuarbeiten. Besonders beim Shedding wende er dies immer wieder an, sagt er.

Es liegt in der Natur der Bordercollies gefallen zu wollen. Dies macht sich Derek bei seiner Ausbilungsweise zu Nutze und bestätigt jede schöne Bewegung und “kritisiert” die schlechten. Es war beeindruckend, wie schnell die jungen Hunde tatsächlich darauf reagiert haben und immer öfter und anschließend nur noch ihre schönen gewollten Bewegungen gezeigt haben. Durch Wiederholungen festigt er diese “schönen” , gewollten Bewegungen.

 Derek schaute sich jedes Hund-Handler Team an. So turnte ich also erst mit der Bohne und dann mit der Lucy vor. Als ich fertig war, sagte er zu mir: “Your young bitch, she´s tremendous”  Muss ich (kann ich überhaupt?) erklären, was da in mir vorging?  :D  Ich bin stolz, nicht nur auf die Bohne, nein auch ein klein wenig auf mich, weil ich denke, ich habe bis dahin ziemlich viel richtig gemacht und die Bartnase gut aufgebaut.  Wir sind noch in keine Sackgasse gerannt, … Ein zielstrebiges Walk on, eine gute  Zuhörerin, völlig unstur, aber auch völlig frei von unterwürfigem Kadavergehorsam, arbeitet sie für mich und mit mir,  mein kleines haariges Überraschungsei.  Jedes Training mit ihr bereitet mir viel Freude, vor allen Dingen jetzt wo die Flanken so sauber sitzen…. und auf Bildern bin ich immer völlig überrascht, wie locker ich inzwischen beim Hüten aussehe.

Was nun auch eingetreten ist, und was mich total freut,  ist ihre Ruhe.  Es ist noch gar nicht so lange her, da schäumte Lones Bart, so sehr ereiferte sie sich, zu den Schafen zu kommen. Nun sitzt sie bei Seminaren neben mir, fast gelassen, im festen Wissen und Vertrauen auch dran zu kommen. Klar, hin und wieder noch ein Protestpiepser, wenn sie meint, das Team, das gerade dran ist, überzieht die Zeit  ;-) aber ansonsten, nicht wiederzuerkennen, das aufgeregte Hühnchen von einst. :D

Für den Rest möchte ich nun aber erst mal Bilder sprechen lassen, denn Jeanny hat in Polen nicht nur toll getrailt, sondern auch jede Menge tolle Fotos von allen teilnehmenden Hunden gemacht:

https://picasaweb.google.com/110607804001209196787/PolenTrialUndDerekScrimgeourSeminarMai2011#slideshow/

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2.  Alun Jones Seminar in Markt Schwaben 

12. – 14. Februar 2011

Die Bohne und ich haben unser zweites Seminar besucht.

Wieder Drei Tage. Wieder Alun Jones.

Seine Ausbildungsweise gefällt mir und kommt mir sehr entgegen. Hier wird der junge Hund nicht gebügelt, gefaltet und trialfertig gemacht.  Alun Jones läßt die Hunde sich entwickeln und ihre “own natural ability” herausfinden.

“You did great steps forward, since november” sagte Alun zu mir nach der ersten Einheit….

Mei, des hot mi nadierlich gfreit…  :D  ,  obwohl ich in den 3 vergangenen Monaten das Gefühl hatte, meine  Junghundeausbildung geht langsam voran und ist seeeeehr mühselig ;-)

Dann aber wiederum, wenn ich drei Monate zurückschaue, und an den enthusiastischen Fussel vom ersten Seminar denke, dann finde ich eigentlich auch, daß sich einiges getan hat… Der Enthusiasmus ist immer noch da, Fussel sind sogar noch ein paar dazugekommen ;-) ,  das Feuer lodert hell …. steht aber dem Willen zur Mitarbeit nicht im Weg.

“She has a lot of will to work, well, but that´s not the worst habit, that´s what we want to have”

Wir haben an Lones Flanken gearbeitet, als on-sheep dog und natural walker, der am liebsten schieben will, ist es notwendig Lone weit zu haben. Das wird jetzt noch mal ein gutes Stück Arbeit werden, aber Alun sagte, ” after this step, you will see, that things are going on faster…” -  Nun, wie gesagt,  wir haben keine Eile. Spaß und eine gute vertrauensvolle Zusammenarbeit stehen im Vordergrund.

So bekam ich eine Menge guter Vorschläge von Alun, wie ich die nächsten Schritte angehen kann.  Mir gefällt, dass er die Hunde und die Vorgehensweise mit ihnen, nicht über einen Kamm schert. Immer wieder sagt er in seinen Theorieeinheiten zwischen den einzelnen Hunden: What is good for Dog A, is poison for Dog B”  - oder andersrum…   also, die Tips für Lone können für einen anderen Hund völlig kontraindiziert sein…

Alun Jones bei einer Theorieeinheit. Ausführlich und anschaulich wird erklärt.

An meiner Ruhe muss ich arbeiten… und dadurch Ruhe in Lone bringen und ihren Speed drosseln…. Das wird die Hauptaufgabe sein, die vor uns liegt… aber ich bin opitmistisch, daß aus “a likeable thing” und mir ein gutes Team wird.

 Am zweiten Tag,  war Lone “keen like heck”, da hatte sie Lunte gerochen,  und der Schalter war kaum zurückzulegen. Wir haben sie dafür aber nicht “bestraft” durch Leinenrucken, anbrüllen, oder pressure,  nein wir haben herausgefunden, daß Lone dann ruhig wird, wenn sie ohne Leine zuschauen darf… Da saß sie dann (fast) wie ein Lämmchen und schaute dem Treiben auf dem Feld zu, immer mal wieder den Kopf zu mir drehend, ob ich auch noch da bin und auch ja nicht unseren Einsatz verpasse… :D   

So einfach kann das “runterfahren” eines keenen Jungspundes also durchaus auch sein…. -  aber wie gesagt, was in diesem Fall gut für sie ist,  kann Gift für einen anderen sein…

Klick aufs Bild

Unterricht von einem Mann zu bekommen, der mit Schafen groß geworden ist, der so gut Schafe, Hunde und Handler lesen kann, das ist schon was wert. Und wir kamen alle in den Genuss seines großen Erfahrungsschatzes, ob es nun  darum geht, wie er den Outrun aufbaut… eine Einheit auf  die ich mich aufgrund dieses für mich neu erworbenen Wissens sehr freue, wie er Shedding Situationen oder wie er Pferch Situationen trainiert….  – aber bis dahin fließt noch eine Menge Wasser die Lahn hinunter…. 

 Und hier gibts noch eine Bilderflut:   https://picasaweb.google.com/HausNelly/WalesMeetsBavaria?authkey=Gv1sRgCJbF7NinjPP3BQ#slideshow/5574249765175828034

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Ende der Schonzeit…

hat die Lone heute beschlossen und mich deutlich wissen lassen, dass sie jetzt gefälligst sofort wieder was tun will…

Natürlich mit Pfotenschoner, denn ganz verheilt ist ihre Wunde noch nicht…

“She brings a lot of heart with her”

Alun Jones über Lone

Vom 4-6.11.2010 habe ich mit Lucy und Lone ein Seminar bei Alun Jones aus Wales
in Schwanstetten besucht. Gastgeberin war Jennifer Junghans, die vor ca.2 Jahren meinen alten Pferdeanhänger und ein paar Blackies gekauft hat. Wir waren lose in Verbindung geblieben, was für ein Glück – so konnte ich einen begehrten Seminarplatz ergattern… ;-)

Ich hatte schon viel über Alun gehört und meine Vorfreude war immens.

Mit Lone möchte ich einen weitgehend druckfreien Ausbildungsweg gehen und da ist man bei Alun Jones genau an der richtigen Adresse.
Doch es ist gar nicht so einfach gedanklich umzuswitchen, wenn man jahrelang
Druck auf und Kontrolle über den Hund ausgeübt hat. Viele seiner Herangehensweisen
an das Training sind völlig anders, als bisher von mir Gekanntes.
Alun geht z.Bsp. nicht auf kleine Felder mit jungen Hunden. Kleine Felder, so sagt er, üben schon einen Druck auf die Hunde aus.
Junge Hunde entwickeln sich am besten wenn sie Weite haben und nicht ständig vom Handler kontrolliert werden.
Auch Shedden beginnt er erst, wenn ein Hund reif ist und einer Shedding Situation, bei der immer eine Menge Anspannung
herrscht, gewachsen ist und mit dieser Anspannung umgehen kann.
So ganz anders als “dem Hund zeigen wo der Bartel der Most holt”,  ist seine Einstellung zum Training:

Make your dog feel happy to work WITH you. Don´t fight with your dog – otherwise you have two battles on the field -
the one against your dog and the one against the sheep – but the aim is to make your dog your friend and to fight WITH him
against the sheep.

Die Schafe von Jenni waren alles andere als durchgenudelte Trainingsschafe.
und für einen keenen Jungspund wie die Bohne etwas zu flott unterwegs.
Aber Alun wusste Abhilfe. Lone bekam eine Leine um den Bauch und lernte ihr
Vorwärtstempo auch an flüchtigen Schafen ganz sanft zu drosseln und dass kein Grund zur Aufregung besteht, wenn die Schafe schneller werden. Diese Leine hat sie nie auch nur im geringsten gestört oder irritiert. Innerhalb weniger Einheiten, hing sie lose durch und am Ende lies ich sie auf den Boden fallen und sie war nur noch für den Fall der Fälle da.

Alun meinte nach den drei Tagen, Lone will be easy to train.
Diese Einschätzung hatte ja auch Ingrid – aber man hörts natürlich immer wieder gerne…

Es flogen bei diesem Seminar weder Zeitungen noch Stöcke und trotzdem liefen die Hunde schöne Flanken. Ruhe und Geduld wurde mittels Ruhe und Geduld vermittelt und nicht mit auf den Kopf hauen oder Gegenstände werfen.

Alun riet mir diese Geschichte mit der Leine noch ein wenig zu Hause beizubehalten und mit Lone die Schafe über die Wiese zu treiben,
dabei sollte ich auch genau die Schafe studieren – auf meinen Hund brauche ich auf diese Art und Weise ja kein Auge mehr zu werfen, da mir die Leine immer sagen wird, if i´m right or wrong. Ist sie lose und die Schafe sind ruhig, dann ist alles im grünen
Bereich, ist die Leine gespannt und die Schafe im wilden Galopp, dann habe ich nicht früh genug, die Fluchtanzeichen der Schafe gelesen.

Von früheren Seminaren bin ich oft sehr euphorisch nach Hause gekommen. Das war dieses Mal anders.  Anders – aber definitv nicht schlechter. Im Gegenteil: Ich fühlte mich irgendwie geerdet, als ob Alun Jones einen Teil seiner unendlichen Ruhe und Geduld auf mich übertragen
konnte. Ich hoffe ich kann dieses Gefühl noch lange mit in meinen Trainingsalltag hinüberretten.

Und hier gibts Bilder von 3 tollen Seminartagen mit tollen Leuten und einem fantastischen Trainer

Klick aufs Bild

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Nach der Arbeit sollst du rauchen…


…oder in der Tränke tauchen :D

Da nun mein zweites Borderchen flügge geworden ist und wir mit dem Training begonnen haben, finde ich, dass das Thema Hüten eine eigene Seite verdient hat.

Beginnen möchte ich hier nun nicht, wie sonst üblich mit dem Anfang, also nicht mit meinen Anfängen mit Lucy… sondern mittendrin. Damit, was sich jetzt und in der Zukunft so tut.

Den Start macht ein “kleiner” Ausflug nach Bohmte zu Ingrid Stottmann.
Mit Lone war ich bis dahin in unregelmäßigen Abständen an den Schafen. Nach ihrer Läufigkeit konnte ich einen richtigen Sprung in ihrem Reifeprozess wahrnehmen und es war
 mir  wichtig,  eine Fachfrau ein Auge auf unser Tun werfen zu lassen. Ich erhoffte mir ein paar Tips, ob und wie ich das Training nun “anziehen” kann.  Wo kann schon ein kleiner “Schliff” beginnen, was kann man dem Youngster noch durchgehenlassen, was sollte man nun unterbinden. Alles Fragen, die ich mir noch nicht zutraue selber zu beantworten.

Ingrid schaute sich Lone also an ihren Herdwicks an. Erst an einer kleinen Truppe, dann an der großen Herde. Mit so einer erfahrenen Frau an meiner Seite, gelang es mir dann auch, Lone einmal ganz  zu betrachten und in Worte zu fassen. Sie ist sehr ernst bei der Sache,  kann sich schon lange konzentrieren,  denkt mit und ist eine gute Treiberin. Dabei zeigt sie einen energischen aber kontrollierten Vorwärtsgang.
Bei den Flanken hat sie eine gute rechte  und eine nicht so gute linke Seite, an der ich aber nicht herumdoktern soll, sondern der
ich einfach Zeit geben soll, sich selber zu entwickeln.
Lone ist unheimlich keen  und bei aller Keenness eine gute Zuhörerin und mit einem tollen Gehorsam ausgestattet. “Privat” ist sie ein witziges gutgelauntes albernes Wurschdel aber bei der “Arbeit” ist sie eine kleine starke Persönlichkeit und ich weiß nun, ich muss Privat und Arbeit gut trennen und darf diesen Gehorsam nicht aus den Augen lassen, damit sie mir nicht das Zepter aus der Hand nimmt.
Konsequenz wird also in Zukunft mein zweiter Vorname sein ;-)

An die Schafe kann ich laut Ingrid  nun alle 2-3 Tage, was ich seitdem auch mit wachsender Begeisterung tue.

Dass meine kleine Lone-Bohne viel mehr zu bieten hat, als Bart und Haare, zeigt ganz deutlich ein Blick in dieses Picasa Album (Klick aufs Bild)

Vielen Dank an Ingrid für diesen wertvollen Tag in Bohmte!

To be continued.

 

2 Antworten zu “Hüten”

  1. meinfloh Sagt:

    …to be continued- das will ich doch schwer hoffen! Wenn ich euch schon nicht so oft im wahren Leben sehen kann, dann aber bitte hier :-)

    LG und knuddler ans Rudel!

    Jeanny und Flöhchen

    • hausnelly Sagt:

      Na, wenn Du auch unbedingt so weit weg wohnen musst!
      Wie schön aber, daß unser gemeinsames Hobby uns
      immer wieder treffen läßt.

      Viele Grüße zurück
      von allen hier an Dich und das beste Flohtier der Welt ;-)

      Bis bald! Noch läppische 4 Wochen!
      Christine :D

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